Lesung mit Jacco Pekelder
19.01.2017


Am 24.Januar 2017 fand an der DISDH eine Buchpräsentation und ein Gespräch mit Jacco Pekelder - Professor für Geschichte der Internationalen Beziehungen an der Universität von Utrecht - und dem Kulturhistoriker Thomas von der Dunk statt. Dabei wurde das Buch Pekelders "Wilhelm II in Nederland 1918-1941- Dagboekfragmenten bezorgd door Jacco Pekelder en Wendy Landewé" vorgestellt und besprochen.

Die Gäste erhielten zunächst einen ausführlichen Überblick über das Zustandekommen der Flucht des deutschen Kaisers in der Nacht zum 10 November 1918 in die Niederlande. Anschließend schilderte Pekelder detailliert das Leben Wilhelm des II - zunächst im Kasteel Amerongen und später im Huis Doorn - der 1920 von der niederländischen Regierung offiziell politisches Asyl erhielt. Dies hatte erheblichen Einfluss auf die Beziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden, was aus den Tagebuchaufzeichnungen des langjährigen Adjutanten Sigurd von Ilsemann - stetiger Begeleiter des Kaisers im niederländischen Exil - hervorgeht.
Ende 2015 hat Pekelder in Zusammenarbeit mit der Konservatorin des Museums "Huis Doorn" Wendy Landewé diese Aufzeichnungen als Grundlage für ein Buch verwendet. "Ilsemanns Tagebücher ermöglichen einen einzigartigen Einblick in die damaligen deutsch-niederländischen Beziehungen und beleuchten die nationale und internationale Dimension des Exils Kaiser Wilhelms II", so Pekelder.  
Die Ausführungen Pekelders wurden anschließend vom Kulturhistoriker und Journalist Thomas von der Dunk aufgegriffen und diskutiert. An dieser Diskussion beteiligten sich auch die zahlreichen Gäste - zunächst im Plenum und anschließend während des gemeinsamen "Borrels".

Die Lesung wurde von der "Genootschap Nederland Duitsland" in Kooperation mit der DISDH ausgerichtet. Für unere Schule eine ganz besondere Veranstaltung, da der neu gestaltete Humboldtsaal zum ersten Mal als Austragungsort diente.

Wir danken allen Gästen für ihr Kommen und freuen uns Sie an anderer Stelle wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

 

 
 
   
     


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